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Die Sanierung der Kirchenfenster war günstiger als geplant

Die Versammlung der Kirchgemeinde Wallisellen nahm die Kostenunterschreitung von 129’000 Franken bei der Renovation der Kunstglasfenster in der katholischen Kirche St. Antonius gerne zur Kenntnis. Auch die Abnahme der Jahresrechnung 2023 passierte trotz Verlust einstimmig.  

Bei der Restauration der Kunstglasfenster mussten weniger Bleifassungen repariert werden als geplant.

Sie strahlen wieder in leuchtenden Farben, bleiben den kommenden Generationen erhalten und  dämmen spürbar: die Sanierung der 65 Jahre alten Kunstglasfenster im vergangenen Sommer war ein Erfolg – und sie kommt die katholischen Kirchensteuerzahlenden erst noch günstiger zu stehen als geplant. Liegenschaftenvorstand Richard Pfister konnte den 51 Teilnehmenden der Kirchenversammlung vom Montagabend eine Bauabrechnung präsentieren, die um 129’000 Franken weniger hoch war als budgetiert. Die Kostenunterschreitung von fast 15 Prozent ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass der Restaurateur deutlich weniger der antiken Bleifassungen reparieren musste als zunächst angenommen.

Aus diesem Grund wurde auch der budgetierte Reservebetrag nicht angetastet. Die Stimmberechtigten genehmigten die erfreuliche Bauabrechnung einstimmig. Sie nahmen ebenfalls gerne zur Kenntnis, dass der Synodalrat der Katholischen Kirche im Kanton Zürich einen Kostenbeitrag in Aussicht gestellt hat, der die Abrechnung noch weiter verbessern wird.

Eine halbe Million Verlust 

Die Jahresberichte der Kirchenpflegenden sowie der Pfarreileiter wurden wohlwollend zur Kenntnis genommen und auch der Jahresrechnung 2023 ohne Diskussionen und Gegenstimmen zugestimmt.  

Letztere schliesst bei einem Gesamtaufwand von 4’386’000 Franken und einem Ertrag von 3’838’000 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 548’000 Franken. «Wir haben deutlich weniger ausgegeben als geplant, aber auch weniger eingenommen, weshalb wir uns im Bereich der budgetierten Zahlen bewegen», erklärte Finanzvorstand Renato Hutter. Zwar konnten im Bereich Personal – wegen dem Fachkräftemangel in der Kirche war es nicht möglich alle Stellen zu besetzen – sowie beim Sach- und Betriebsaufwand total 465’000 Franken eingespart werden. Doch während im Vorjahr die Steuereinnahmen deutlich höher ausgefallen waren als erwartet, war es 2023 umgekehrt. Vor allem in Wallisellen und Wangen-Brüttisellen fielen die Steuererträge bei den natürlichen und juristischen Personen deutlich tiefer aus als budgetiert, was die Einsparungen wieder aufhob.

Die Kirchenaustritte sind für diesen Rückgang an Steuereinnahmen nicht verantwortlich, auch wenn sie durchaus ins Gewicht fallen. Zumal 2023, im Jahr des Bekanntwerdens des gesamten Ausmasses der Missbräuche in der Schweiz, mit 281 Personen fast doppelt so viele aus den beiden Pfarreien St. Michael und St. Antonius  austraten wie in den Vorjahren. Finanzvorstand Renato Hutter ermahnte deshalb, den Mitgliederschwund im Auge zu behalten. Noch kann sich die Kirchgemeinde Wallisellen den Finanzierungsfehlbetrag von einer Million Franken leisten. «Aber in den nächsten Jahren werden wir allenfalls Gegenmassnahmen ergreifen müssen», sagte Renato Hutter.    

Ein Abschied und ein Neuanfang

Im inoffiziellen Teil der Kirchgemeindeversammlung verabschiedete Anne-Catherine de Loë, die Präsidentin der Kirchenpflege, die langjährige Mitarbeiterin Gisela Regenscheit: «Sie hat in den elf Jahren in der Pfarrei St. Antonius Spuren hinterlassen und die Katechese mit viel Fachwissen und Engagement aufgebaut.» Gisela Regenscheit zieht es in die Ostschweiz, wo sie die Stelle als Leiterin der Katechetischen Ausbildung in der Landeskirche Thurgau antritt. Nach diesem Abschied präsentierte sich ein Gast, auf den viele Anwesende gespannt waren: Narcisse Elenga, der designierte Pfarrer und Gemeindeleiter für die Pfarrei St. Antonius. Der 60-Jährige, der aus Kongo-Brazzaville stammt, aber schon seit mehr als drei Jahrzehnten in Deutschland und der Schweiz lebt, stellte sich seinen künftigen Pfarreiangehörigen gleich selbst vor und wurde mit einem warmen Applaus willkommen geheissen. «Ich hoffe, im Spätsommer meine Stelle in Wallisellen mit viel Energie und Kraft anzufangen und freue mich darauf», erklärte Nacisse Elenga. Bis es so weit ist, leitet Dekan Gregor Piotrowski die Pfarrei interimsmässig.